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Pfeifenformen

Rund um die Pfeife
Es gibt unzählige Pfeifenformen. Die klassischen Formen können ganz grob unterteilt werden. Das dänische Design hat jedoch zu einer Aufweichung der klassischen strengen Formgebung geführt. Heutzutage ist fast jede Gestaltung einer Pfeife denkbar. Dank des Materials (Holz lässt sich sehr individuell formen) sind alle Gestaltungsmöglichkeiten gegeben.

Während die industriell gefertigten Pfeifen eher den klassischen Linien folgen, gibt es gerade bei den Freehandpfeifen die unterschiedlichsten Modelle, viele davon sind Unikate. Insbesondere die vielen bekannten und unbekannten Pfeifenmacher entwickeln immer wieder neue Designs, probieren neue Materialien aus und haben ihre eigene Handschrift. Der Pfeifenmacher ist mehr Künstler als Handwerker, muss aber über handwerkliches Geschick im Umgang mit vielen Materialien verfügen. Wir wollen an dieser Stelle nur einen kleinen Überblick über die klassischen Modelle geben. Wenn Sie sich für handgemachte Pfeifen interessieren, sei Ihnen ein Besuch bei einem Pfeifenmacher empfohlen (einige bieten sogar Kurse für Interessierte an).

Auch Pfeifenausstellungen, wie sie regelmäßig vom Handel organisiert werden, bieten Pfeifenmachern eine Plattform. Aber natürlich hält der gut sortierte Fachhandel auch eine große Auswahl unterschiedlichster Pfeifen vor. Dem Geschmack und dem Preis sind kaum Grenzen gesetzt....

Die optische Gestaltung einer Pfeife hat nur marginalen Einfluss auf den Genuss. Eine gerade Pfeife lässt sich leichter rauchen als eine gebogene, die dafür aber besser im Mund liegt. Je dicker das Holz ist, desto weniger heiß raucht sich die Pfeife. Allerdings besteht dann auch die Gefahr, dass man zu spät merkt, dass man zu heiß und damit "materialvernichtend" raucht.

Aus den abgebildeten drei Grundformen (Bild 1) haben sich je nach Gestaltung des Pfeifenkopfes, des Holms und des Mundstücks die klassischen Modelle entwickelt.

Bild 1: Es gibt drei Grundformen: Die gerade Pfeife (straight), die leicht gebogene Pfeife (halfbent) und die gebogene Pfeife (bent), wobei die Unterscheidung zwischen halfbent und bent fließend ist.


Straight


Halfbent

Bent
Das bekannteste gerade Modell dürfte die Billard sein. Es handelt sich dabei um eine Pfeife mit einer strengen Linienführung. Der Pfeifenkopf ist zylindrisch geformt und das Mundstück ist ein sogenanntes fishtail Mundstück. Die Wandung des Kopfes ist schlank bis mitteldick. Die Höhe variert. Häufig wird auch die Bezeichnung London für dieses Modell verwendet.
Die Apple hat einen niedrigeren Kopf, ist kugeliger und hat eine dementsprechend dickere Wandung mit unterschiedlicher Dicke. Sie ist gut für Anfänger geeignet.
Eine weitere Abwandlung ist die Dublin. Charakteristisch ist der asymetrische Pfeifenkopf, der die Unterscheidung von einer London oder Billard leicht macht.
Die Pot macht ihrem Namen alle Ehre. Sie besitzt einen sehr dickwandigen Kopf der allerdings nicht sehr hoch ist. Liegt gut in der Hand und lässt sich besser rauchen als sie aussieht.
Bei der Canadian handelt es sich um eine weitere Abwandlung der Billard. Besonderheit ist der vergleichsweise lange Holm bei gleichzeitig kurzem Mundstück. Wegen des langen Holms sind Canadian meist produktionsbedingt (es wird eine vergleichsweise große Kantel benötigt) mit einem kleineren Kopf ausgestattet und deswegen sehr leicht.
Die Lovat ist eine Spielart der Canadian und unterscheidet sich von dieser im Wesentlichen durch das Mundstück. Ihr Kennzeichen ist das Sattelmundstück.
Eine kurze und gedrungene Pfeife ist die Bulldog. Sie ist auch unter der Bezeichnung Rhodesian bekannt. Der Holm ist nicht rund sondern kantig. Weiteres Merkmal ist die in den Kopf eingefräste umlaufende meist doppelte Rille.
Eine von der Formgebung weniger ansprechende Pfeifenform hat der Stand-up-Poker. Dafür ist er sehr praktisch. Durch den plan geschliffenen Boden des Pfeifenkopfes lässt er sich einfach abstellen, während die übrigen Pfeifenformen einen Pfeifenständer oder etwas ähnliches benötigen um nicht umzukippen. Ein deutlicher Vorteil, wenn die Pfeife während des Rauchens kurz abgelegt werden muss.
Die Name der Podge trifft es auf den Punkt. Übersetzt heißt es Mops oder Moppel. Eine kleine Pfeife, die nicht viel Platz in der Tasche benötigt aber mit ihrem kugeligen Kopf eine vollwertige Pfeife für zwischendurch ist. Liegt gut in der Hand.
Die Golfball Bent ist eine nahe Verwandte der Podge und liegt mit ihrem kugeligen Kopf ebenfalls sehr gut in der Hand.
Eigentlich schon keine der klassischen Formen mehr ist die Trumpet. In dieser oder abgewandelter Form hat sich dieses dickwandige Modell aber einen großen Freundeskreis erschlossen.
Die elegantere Schwester der Apple ist die Prince deren Kopf meist kleiner und zierlicher ist.
Diese London Bent weist eine Besonderheit auf: Sie verfügt über einen Deckel, der es erlaubt, die Pfeife im Freien weitgehend ohne den störenden Einfluss von Zugluft zu rauchen. Früher waren derartige Pfeifen sehr verbreitet, heute findet man sie kaum noch. Doch wer weiß es schon: Mit den strengeren Regelungen zum Nichtraucherschutz, die auch den Pfeifenraucher vor dieTür treiben, erleben Pfeifen mit Deckel möglicherweise wieder eine Renaissance.
Hier eine Apple als Halfbent mit einem Spigotmundstück, welches die Pfeife eleganter erscheinen lässt.
Die Apple mit dem Army Mundstück wirkt dagegen deutlich rustikaler. Was es mit der Bezeichnung Army auf sich hat, können Sie weiter unten lesen.
Noch eine Pfeife, die nicht mehr unbedingt zu den Klassikern gehört. Die Calabash wurde aus Bruyereholz gefertigt und ist der echten Calabash, einem afrikanischen Flaschenkürbis nachempfunden.  Sie ist sehr dickwandig und aufgrund dessen auch recht schwer. Im Mund lässt sie sich nicht ohne Unterstützung der Hand halten.
Um eine klassische Sonderform handelt es sich bei der Lesepfeife, die auch Churchwarden genannt wird. Diese Form ist im Internetzeitalter etwas aus der Mode geraten, eignet sich aber hervorragend um Tageszeitungen in der Hand zu halten und gleichzeitig zu rauchen. Aufgrund des sehr langen Holms raucht sie sich recht kühl. Die ersten Modelle waren aus Ton, heute gibt es die Churchwarden auch aus Bruyere mit Acryl- oder Ebonitmundstück.
Das gebräuchlichste Mundstück. Aufgrund seiner an eine Fischflosse erinnernden Form trägt es den Namen Fishtail.
Das Sattelmundstück verjüngt sich nicht gleichmäßig wie das oben abgebildete Fishtail. Diese Form wird häufig verwendet, um eine 9mm Filterpfeife eleganter aussehen zu lassen.
Beim Army Mundstück ist das Holmende mit Metall ummantelt. Wie der Name schon vemuten lässt, handelt es sich bei diesem Modell um eine robuste Feldpfeife, die bei Nichtgebrauch einfach auseinandergenommen in der Jackentasche verstaut werden kann. Damit der Holm dabei geschützt bleibt, ist er am Ende metallverstärkt.
Das Spigotmundstück hat am Holm und am Mundstück Enden aus Metall, zumeist aus 925er Silber. Es wirkt sehr elegant, verträgt sich aufgrund seiner Formgebung meistens nicht mit 9mm Filterpfeifen. Wie das Army Mundstück handelt es sich um ein Steckermundstück. Allerdings sind hier eben beide Enden aus Metall.
 
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